Wie wird PSSM beim Pferd getestet?
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Um festzustellen, ob dein Pferd PSSM Typ 1 hat, kann ein Gentest durchgeführt werden. Dieser Test ermittelt, ob dein Pferd Träger des mutierten Gens ist, das mit der Erkrankung in Verbindung steht. Hierfür wird entweder eine Blutprobe oder eine Haarprobe aus etwa 20-30 Mähnen- oder Schweifhaaren mit Haarwurzeln entnommen.
In Europa wird dieser Gentest derzeit nur von einem einzigen Labor angeboten, und die Ergebnisse sind in der Regel nach einer Woche verfügbar. Zuchtverbände der betroffenen Rassen verlangen bereits Gentests, und die Ergebnisse der Laboruntersuchung sind bindend – Pferde mit der GYS1-Mutation dürfen nicht mehr zur Zucht zugelassen werden.
Zusätzlich kann bei einem akuten Schub eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, bei der die Muskelenzymwerte Creatinkinase (CK) und Aspartattransaminase (AST) gemessen werden. Viele PSSM-Pferde weisen bereits im Ruhezustand erhöhte Werte auf, und nach leichter Bewegung können diese Werte stark ansteigen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Aufregung deines Pferdes bei der Blutabnahme die Ergebnisse verfälschen kann.
Der sicherste Nachweis von PSSM erfolgt durch eine Muskelbiopsie. Dabei wird dein Pferd sediert und eine tiefe Gewebeprobe aus der Muskulatur entnommen, die möglichst schnell im Labor untersucht werden sollte. Mit dieser Methode kann PSSM von anderen Muskelerkrankungen wie spontanem belastungsbedingtem Kreuzschlag und Shivering ("Zitterkrankheit") abgegrenzt werden.