Wie bewegt und trainiert man ein Pferd, das PSSM hat?

Wie bewegt und trainiert man ein Pferd, das PSSM hat?

Die Bewegung und das Training eines Pferdes mit Polysaccharid-Speicher-Myopathie (PSSM) erfordern besondere Aufmerksamkeit und ein einfühlsames Vorgehen. Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest:

Tägliche Bewegung

  • Regelmäßigkeit ist entscheidend: Stelle sicher, dass dein Pferd täglich moderate Bewegung erhält, um den Energiestoffwechsel anzuregen. Vermeide lange Ruhepausen oder Stehtage.
  • Es ist wichtig, lange Ruhepausen oder Stehtage zu vermeiden. Tägliche, moderate Bewegung ist entscheidend, um den Energiestoffwechsel deines PSSM-Pferdes zu unterstützen. Es profitiert von festen Alltagsroutinen, da Veränderungen im Ablauf Stress verursachen können. Ein strukturierter Trainingsplan trägt dazu bei, Unruhe zu minimieren.
  • Routinen schaffen: PSSM-Pferde profitieren von festen Alltagsabläufen. Ein strukturierter Trainingsplan hilft, Stress und Unruhe zu minimieren.

Aufwärmphase

  • Längere Aufwärmzeiten einplanen: Plane mindestens 20 Minuten für die Aufwärmphase ein, sei es an der Hand, auf einem Laufband oder durch sanftes Schrittreiten. Dies bereitet die Muskulatur optimal auf die Belastung vor.

Sanfter Start

  • Anfangs nicht überfordern: Setze die Anforderungen zu Beginn nicht zu hoch. Viele Schritt-Trab-Übergänge sind hilfreich, bis das Pferd gut aufgewärmt ist und der Rücken aktiv mitarbeiten kann. Sei geduldig, da einige Pferde anfangs Schwierigkeiten haben, sich richtig abzustellen.

Cool-Down-Phase

  • Wichtige Abkühlung: Nach jeder Trainingseinheit ist eine längere Cool-Down-Phase notwendig. Das kann langes Trockenreiten oder langsames Auslaufen sein. Diese Phase hilft, die im Training entstandenen Stoffwechselprodukte besser abzubauen und die Muskulatur zu entspannen.

Flexibilität im Training

  • Eingehende Beobachtung: Achte stets auf die Tagesform deines Pferdes. Veränderungen im Verhalten oder in der Beweglichkeit können Anzeichen von Stress oder Unwohlsein sein. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Training anzupassen und die Intensität zu reduzieren.

Zusammenarbeit mit Fachleuten

  • Tierärztliche Unterstützung: Es ist ratsam, regelmäßig mit einem Tierarzt oder einem spezialisierten Trainer zusammenzuarbeiten, der Erfahrung mit PSSM hat. Sie können wertvolle Ratschläge geben und helfen, die besten Trainingsmethoden zu finden.

Insgesamt ist es wichtig, ein einfühlsames und strukturiertes Trainingsprogramm für dein PSSM-Pferd zu entwickeln, das sowohl die körperlichen als auch die emotionalen Bedürfnisse des Tieres berücksichtigt. So kannst du sicherstellen, dass dein Pferd gesund bleibt und Freude an der Bewegung hat.

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