Achte auf die richtige Menge an Futter, strikte Diät und eine Fressbremse können ebenfalls helfen, begrenze den Weideumgang und führe eine langsame aber strikte Futterumstellung durch, achte auf den Fructangehalt und auf Giftpflanzen.

Wie kann man Hufrehe durch die richtige Ernährung vorbeugen?

Die gute Nachricht ist, dass du durch präventive Maßnahmen das Risiko erheblich reduzieren kannst. In diesem Blogartikel erfährst du, wie du Hufrehe effektiv vorbeugen kannst und welche Schritte du in der täglichen Pflege deines Pferdes berücksichtigen solltest.

1. Anpassung der Kraftfutterration

Passe die Kraftfutterration deines Pferdes immer an das Arbeitspensum an. Übermäßige Fütterung kann zu einer erhöhten Insulinproduktion führen, was das Risiko für Hufrehe steigert. Achte darauf, die Futtermenge entsprechend der Aktivität deines Pferdes zu regulieren.

2. Futterkammer und Futtertonnen sichern

Um sicherzustellen, dass dein Pferd keinen unkontrollierten Zugang zu Futter hat, halte Futterkammer und Futtertonnen stets fest verschlossen. Dies verhindert, dass dein Pferd übermäßig frisst und hilft, eine gesunde Futteraufnahme zu gewährleisten.

3. Strikte Diät und Fressbremse

Bei übergewichtigen Pferden ist eine strikte Diät unumgänglich. Erwäge den Einsatz von Fressbremsen, um die Futteraufnahme zu kontrollieren und ein übermäßiges Fressen zu vermeiden. Dies hilft, das Gewicht deines Pferdes zu regulieren und die Hufgesundheit zu schützen.

4. Begrenzter Weidegang

Vermeide unlimitierten Weidegang für übergewichtige Pferde. Die Gräser können im Frühling einen hohen Fruktangehalt haben, was das Risiko von Futterrehe erhöht. Stattdessen kannst du die Weidezeit begrenzen und das Pferd zeitweise auf eine trockene Weide führen.

5. Langsame Futterumstellungen

Wenn eine Futterumstellung notwendig ist, führe diese schrittweise durch. Ein plötzlicher Wechsel kann zu Verdauungsproblemen und einer erhöhten Gefahr von Hufrehe führen. Plane mindestens 7 bis 10 Tage für die Umstellung ein und beobachte dein Pferd während dieser Zeit genau.

6. Fruktangehalt beachten

Achte auf den Fruktangehalt in Gras und Heu, insbesondere während der Wachstumsperiode im Frühling. Eine Analyse des Futterangebots kann dir helfen, den Zuckergehalt zu überwachen und potenzielle Risiken zu erkennen.

7. Kontrolle auf Giftpflanzen

Überprüfe regelmäßig die Weiden auf giftige Pflanzen. Zu den häufigsten giftigen Pflanzen gehören Wicken, Robinien und Eicheln. Halte dein Pferd von solchen Pflanzen fern, um Vergiftungen und damit verbundene Hufrehe zu vermeiden.

8. Sauberes, pilzfreies Futter

Achte darauf, dass das Futter deines Pferdes sauber und frei von Schimmel und Pilzen ist. Schimmelpilze können Toxine produzieren, die die Gesundheit deines Pferdes gefährden und Hufrehe auslösen können.

9. Regelmäßige Gesundheitschecks

Lass dein Pferd regelmäßig auf das Cushing-Syndrom und das Equine Metabolische Syndrom (EMS) testen. Diese Erkrankungen können das Risiko für Hufrehe erhöhen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für die Hufgesundheit deines Pferdes. Mehr über Cushing und EMS kannst du auch hier auf meiner Seite erfahren. 

Die Vorbeugung von Hufrehe erfordert Aufmerksamkeit und Engagement, aber die Maßnahmen sind machbar und effektiv. Schau dir auch gerne noch meinen vorherigen Beitrag zum Thema Hufrehe-Prävention an. Indem du auf die Fütterung, Hufpflege und die allgemeine Gesundheit deines Pferdes achtest, kannst du das Risiko von Hufrehe erheblich reduzieren. 

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