Akute Hufrehe erfordert sofortige Maßnahmen, während chronische Hufrehe eine langfristige Betreuung und Anpassungen im Lebensstil deines Pferdes erfordert. Mehr über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Was sind die Unterschiede zwischen akuter und chronischer Hufrehe?

Hufrehe ist eine ernste Erkrankung, die in zwei Hauptformen auftritt: akute und chronische Hufrehe. Beide Formen haben unterschiedliche Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze. In diesem Blogartikel erfährst du, was die Unterschiede zwischen akuter und chronischer Hufrehe sind, damit du besser für die Gesundheit deines Pferdes sorgen kannst.

Akute Hufrehe

Akute Hufrehe ist der plötzliche Ausbruch der Erkrankung, der oft mit intensiven Schmerzen und einer schnellen Verschlechterung des Zustands einhergeht. Diese Form kann lebensbedrohlich sein und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe.

Ursachen:

  • Futterrehe durch plötzliche Fütterungsänderungen oder übermäßige Grasaufnahme.
  • Übergewicht und falsche Ernährung.
  • Toxine aus dem Futter oder Umwelt.
  • Stress oder Verletzungen.

Symptome:

  • Starke Lahmheit, oft mit einem „tanzenden“ Gang.
  • Empfindlichkeit der Hufe, das Pferd möchte sich nicht auf die Hufe stellen.
  • Temperaturerhöhung der Hufe.
  • Unruhe und häufiges Hinlegen und Aufstehen.

Behandlung:

  • Sofortige tierärztliche Untersuchung und Behandlung.
  • Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente.
  • Ruhige und bequeme Umgebung schaffen.
  • Anpassungen in der Fütterung und Hufpflege.

Chronische Hufrehe

Chronische Hufrehe entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und ist oft das Ergebnis wiederholter akuter Episoden. Diese Form kann zu dauerhaften Schäden an der Huflederhaut führen und die Lebensqualität deines Pferdes erheblich beeinträchtigen.

Ursachen:

  • Langfristige Fütterungsprobleme, insbesondere übermäßige Zuckermengen.
  • Chronische Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom oder das Equine Metabolische Syndrom (EMS).
  • Unzureichende Hufpflege und nicht angepasste Hufbeschläge.

Symptome:

  • Anhaltende Lahmheit, die nicht so stark wie bei akuter Hufrehe ausgeprägt ist, aber trotzdem vorhanden bleibt.
  • Verformungen der Hufe, wie eine veränderte Hufwand oder eine abgesenkte Hufsohle.
  • Schwierigkeiten beim Laufen, insbesondere auf harten Böden.
  • Schmerzen, die intermittierend auftreten können.

Behandlung:

  • Langfristige Anpassungen in der Fütterung und Gewichtsmanagement.
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und Hufpflege.
  • Therapeutische Maßnahmen zur Stärkung der Hufstruktur.
  • In manchen Fällen können chirurgische Eingriffe notwendig sein.

In besonders schweren Fällen von Hufrehe kann es notwendig sein, dein Pferd einzuschläfern. Zum Beispiel, wenn die Schmerzen unkontrollierbar sind, die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist oder irreversible Schäden an der Huflederhaut vorliegen. Eine frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung können jedoch dazu beitragen, das Schlimmste abzuwenden. 

Akute Hufrehe erfordert sofortige Maßnahmen, während chronische Hufrehe eine langfristige Betreuung und Anpassungen im Lebensstil deines Pferdes erfordert. Achte auf die Symptome und das Verhalten deines Pferdes und zögere nicht, tierärztliche Hilfe, Therapeuten oder einen Ernährungsberater in Anspruch zu nehmen, wenn du Anzeichen von Hufrehe bemerkst. Durch eine frühzeitige Reaktion und geeignete Präventionsmaßnahmen kannst du das Risiko einer schlimmeren Hufrehe erheblich reduzieren und die Lebensqualität deines Pferdes retten.

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