Hier findest du viele Informationen rund um die Behandlung von akuter Hufrehe bei deinem Pferd. Von Schmerzmittel über Entzündungshemmer, strikte Bettruhe, Kühlung, Hilfe vom Hufschmied und Tierarzt, Therapien und mehr.

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Hufrehe? Notfall-Tipps

Hufrehe ist eine ernsthafte Erkrankung, die erhebliche Schmerzen und Unannehmlichkeiten für dein Pferd verursachen kann. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Pferd an Hufrehe leidet, ist es wichtig, schnell zu handeln. In diesem Artikel erfährst du, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie du in einer Notfallsituation richtig reagieren kannst.

Behandlungsmöglichkeiten für Hufrehe

  1. Tierärztliche Untersuchung: Der erste Schritt bei Verdacht auf Hufrehe ist der Besuch beim Tierarzt. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten.
  1. Schmerzmittel und Entzündungshemmer: Der Tierarzt kann deinem Pferd Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verabreichen, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu reduzieren.
  1. Bettruhe und Bewegungsreduktion: Dein Pferd sollte in den ersten Tagen nach der Diagnose strikte "Bettruhe" erhalten, um die Belastung der Hufe zu minimieren. Halte es in einer weichen, bequemen Umgebung und vermeide harte Böden.
  1. Hilfe vom Hufschmied: Ein Hufschmied kann helfen, spezielle Hufbeschläge anzubringen, die den Druck auf die Huflederhaut verringern und den Heilungsprozess unterstützen. Barhufhaltung kann in einigen Fällen ebenfalls eine Option sein.
  1. Ernährungsanpassungen: Eine Überprüfung und Anpassung der Fütterung ist unerlässlich. Reduziere den Zuckergehalt in der Nahrung und stelle sicher, dass dein Pferd Zugang zu hochwertigem Heu hat, das arm an Fruktanen ist. Gerne berate ich dich, um einen individuellen Heilungs-Ernährungsplan für dein Pferd zu erstellen, der euch langfristig begleiten kann. 
  1. Therapeutische Maßnahmen: Je nach Schweregrad der Hufrehe können zusätzliche Therapien wie Akupunktur, Physiotherapie oder spezielle Fußbäder in Betracht gezogen werden.

Notfall-Tipps für Hufrehe

Wenn dein Pferd akute Schmerzen hat, gibt es einige Maßnahmen, die du sofort ergreifen kannst:

  1. Ruhe schaffen: Stelle sicher, dass dein Pferd in einer ruhigen Umgebung ist, wo es sich entspannen kann. Vermeide unnötigen Stress und Lärm.
  1. Bewegung einschränken: Halte dein Pferd möglichst ruhig und vermeide Bewegungen, die die Schmerzen verstärken könnten. Ein kleiner, weicher Paddock oder eine Box sind geeignete Orte.
  1. Kühlen der Hufe: Du kannst die Hufe deines Pferdes mit kaltem Wasser kühlen, um die Schmerzen vorübergehend zu lindern. Fülle eine große Wanne mit kaltem Wasser und stelle die Vorderhufe hinein, um die Durchblutung zu reduzieren und die Entzündung zu bekämpfen. Du kannst auch Hufschoner mit Kühlpacks auspolstern und sie deinem Pferd um die Hufe binden. 
  1. Schmerzlinderung: Wenn dein Tierarzt es dir empfiehlt, kannst du deinem Pferd Schmerzmittel geben. Stelle sicher, dass du die richtige Dosierung gemäß den Anweisungen des Tierarztes einhältst.
  1. Tierarzt kontaktieren: Auch wenn du erste Hilfe geleistet hast, ist es wichtig, schnellstmöglich einen Tierarzt zu kontaktieren. Er kann die Schwere der Hufrehe beurteilen und dir die besten Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
  1. Beobachtung: Achte genau auf die Symptome und das Verhalten deines Pferdes. Notiere alle Veränderungen, damit du sie dem Tierarzt mitteilen kannst.

Hufrehe ist eine ernsthafte Erkrankung, die schnelles Handeln erfordert. Durch eine Kombination aus tierärztlicher Behandlung, geeigneten Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Anpassungen in der Fütterung kannst du deinem Pferd helfen, die Schmerzen zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen. Denke daran, dass eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist für den weiteren Verlauf der Rehe und zögere nicht zu lang. 

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