Hufrehe kann wiederkehren aufgrund von einer Grunderkrankung, falscher Ernährung und unzureichender Bewegung. Du kannst das Risiko minimieren durch Fütterung, Hufpflege, Stressreduktion.

Kann Hufrehe wiederkehren und wie kannst du das Risiko minimieren?

Hufrehe ist eine ernsthafte Erkrankung, die nicht nur akute Schmerzen verursacht, sondern auch das Potenzial hat, wiederzukehren. Wenn dein Pferd einmal an Hufrehe gelitten hat, ist das Risiko eines Rückfalls erhöht. In diesem Artikel erfährst du, wie Hufrehe wiederkehren kann und welche Schritte du unternehmen kannst, um das Risiko zu minimieren.

Warum kann Hufrehe wiederkehren?

Die Rückkehr von Hufrehe hängt oft von mehreren Faktoren ab:

  1. Grunderkrankungen: Wenn dein Pferd an Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom oder dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) leidet, besteht ein höheres Risiko für einen Rückfall. Diese Erkrankungen beeinflussen den Stoffwechsel und können die Hufgesundheit negativ beeinflussen.
  1. Fütterung: Eine falsche Ernährung, insbesondere eine zucker- und stärkehaltige Fütterung, kann Hufrehe auslösen. Wenn sich die Fütterung nicht ändert oder der Zuckergehalt im Futter weiterhin hoch ist, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls groß.
  1. Bewegung: Unzureichende Bewegung oder plötzliche Veränderungen im Aktivitätsniveau können ebenfalls zur Entstehung von Hufrehe beitragen. Zu viel oder zu wenig Bewegung kann die Blutzirkulation in den Hufen beeinträchtigen.

Das kannst du tun, um das Risiko zu minimieren

Hier sind einige Möglichkeiten, wie du das Risiko einer Hufrehe-Rückkehr minimieren kannst:

  1. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen: Lass dein Pferd regelmäßig vom Tierarzt untersuchen, um sicherzustellen, dass keine zugrunde liegenden Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom oder EMS vorliegen. Je früher Probleme erkannt werden, desto besser kann gehandelt werden.
  1. Angepasste Fütterung: Achte darauf, die Fütterung deines Pferdes entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen und seinem Aktivitätsniveau anzupassen. Reduziere den Anteil an Zucker und Stärke in der Futterration und stelle sicher, dass dein Pferd Zugang zu hochwertigem Heu hat.
  1. Überwachung des Gewichts: Halte das Gewicht deines Pferdes in einem gesunden Bereich. Übergewichtige Pferde haben ein höheres Risiko für Hufrehe. Verwende eine Waage oder ein Maßband, um das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren.
  1. Bewegung und Aktivität: Stelle sicher, dass dein Pferd ausreichend Bewegung bekommt. Ein regelmäßiges Trainingsprogramm, das auf die Bedürfnisse deines Pferdes abgestimmt ist, kann helfen, die Blutzirkulation in den Hufen zu fördern und die allgemeine Gesundheit zu verbessern.
  1. Hufpflege: Achte auf eine regelmäßige und gründliche Hufpflege. Halte die Hufe sauber und lass sie regelmäßig von einem erfahrenen Hufschmied kontrollieren und beschlagen. Eine gute Hufpflege ist entscheidend für die Gesundheit der Hufe.
  1. Kontrolle der Weidebedingungen: Achte darauf, dass die Weiden frei von giftigen Pflanzen sind, und überprüfe regelmäßig den Fruktangehalt des Grases. Beschränke den Weidegang, insbesondere in Phasen, in denen das Gras besonders süß oder frisch ist.
  1. Stressreduktion: Stress kann ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Gesundheit deines Pferdes haben. Schaffe eine ruhige und stressfreie Umgebung, um das Wohlbefinden deines Pferdes zu fördern.

Hufrehe kann wiederkehren, wenn die zugrunde liegenden Risikofaktoren nicht angegangen werden. Durch regelmäßige tierärztliche Kontrollen, angepasste Fütterung, Gewichtsmanagement und gute Hufpflege kannst du das Risiko eines Rückfalls erheblich minimieren. Achte auf die Bedürfnisse deines Pferdes und handle proaktiv, um seine Gesundheit zu schützen und ihm ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

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