Wie kann ich das Risiko von Hufrehe bei EMS-Pferden minimieren?
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In diesem Blogartikel erfährst du, wie du das Risiko von Hufrehe bei EMS-Pferden minimieren kannst, damit dein Pferd gesund und glücklich bleibt.
1. Die Zusammenhänge zwischen EMS und Hufrehe
Hufrehe ist eine entzündliche Erkrankung der Huflederhaut, die zu starken Schmerzen und Lahmheit führen kann. Bei Pferden mit EMS kann eine Insulinresistenz zu erhöhten Insulinspiegeln im Blut führen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit von Hufrehe erhöht. Daher ist es wichtig, die Risiken zu verstehen und proaktive Maßnahmen zu ergreifen.
2. Achte auf die Ernährung
Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Minimierung des Risikos von Hufrehe. Gerne kann ich dich hier individuell beraten und einen Ernährungsplan für dein Pferd oder Pony aufstellen. Hier sind einige wichtige Tipps:
- Zucker- und stärkearme Diät: Stelle sicher, dass die Ernährung deines Pferdes arm an Zucker und Stärke ist. Hochwertiges Heu, das wenig Zucker enthält, ist eine gute Grundlage.
- Vermeide frisches Gras: Besonders in der Wachstumsphase kann frisches Gras hohe Zuckermengen enthalten. Achte darauf, dass dein Pferd nicht zu viel frisches Gras frisst, insbesondere wenn es an EMS leidet.
- Fütterung kleiner Portionen: Füttere mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt, um die Insulinspiegel stabil zu halten und Übergewicht zu vermeiden.
- Spezielle Futtermittel: Nutze spezielle Futtermittel, die für EMS-Pferde entwickelt wurden. Diese enthalten oft weniger Zucker und Stärke und sind auf die speziellen Bedürfnisse dieser Pferde abgestimmt.
3. Kontrolliere das Gewicht deines Pferdes
Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für Hufrehe bei EMS-Pferden. Hier sind einige Strategien zur Gewichtskontrolle:
- Regelmäßige Gewichtskontrollen: Wiege dein Pferd regelmäßig oder nutze ein Maßband, um den Körperumfang zu messen. So kannst du den Fortschritt bei der Gewichtsreduktion überwachen.
- Kalorienreduktion: Wenn dein Pferd übergewichtig ist, reduziere die tägliche Kalorienaufnahme, indem du die Futtermenge anpasst.
- Bewegung fördern: Achte darauf, dass dein Pferd täglich ausreichend Bewegung bekommt. Eine Kombination aus Reiten, Longieren und Bodenarbeit kann helfen, das Gewicht zu kontrollieren und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern.
4. Fördere regelmäßige Bewegung
Regelmäßige Bewegung ist entscheidend, um das Risiko von Hufrehe zu minimieren. Hier sind einige Tipps:
- Tägliche Bewegung: Dein Pferd sollte idealerweise täglich mindestens 30 bis 60 Minuten Bewegung erhalten. Dies kann durch Reiten, Longieren oder Freilaufen auf der Weide geschehen.
- Intensität erhöhen: Steigere die Intensität der Bewegung schrittweise, um die Fitness deines Pferdes zu verbessern und die Insulinempfindlichkeit zu steigern.
- Bodenarbeit und Longieren: Diese Aktivitäten sind nicht nur eine gute Möglichkeit, dein Pferd in Bewegung zu halten, sondern stärken auch die Bindung zwischen dir und deinem Pferd.
5. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen
Eine enge Zusammenarbeit mit deinem Tierarzt ist entscheidend, um das Risiko von Hufrehe zu minimieren:
- Regelmäßige Untersuchungen: Lass dein Pferd regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen, um den Gesundheitszustand zu überwachen und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
- Hufpflege: Achte auf regelmäßige Hufpflege durch einen qualifizierten Hufschmied. Gesunde Hufe sind entscheidend für das Wohlbefinden deines Pferdes.
- Blutuntersuchungen: In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, Blutuntersuchungen durchzuführen, um die Insulinspiegel im Auge zu behalten und gegebenenfalls Anpassungen in der Ernährung oder Behandlung vorzunehmen.
Die Minimierung des Risikos von Hufrehe bei EMS-Pferden erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der Ernährung, Gewichtskontrolle, Bewegung und tierärztliche Betreuung umfasst. Indem du auf die Ernährung deines Pferdes achtest, regelmäßige Bewegungsprogramme einbaust und eng mit deinem Tierarzt zusammenarbeitest, kannst du die Gesundheit deines Pferdes unterstützen und das Risiko von Hufrehe erheblich reduzieren. Du möchtest mehr über Hufrehe erfahren? Hier habe ich noch weitere Informationen für dich zusammengestellt.