Die Ursachen von EMS sind vielfältig und umfassen genetische Faktoren, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, hormonelle Ungleichgewichte und Stress.

Was sind die Ursachen von EMS (Equine Metabolische Syndrom) bei Pferden und Ponys?

Es ist entscheidend, die Ursachen von EMS zu verstehen, um das Risiko für dein Pferd zu minimieren und gezielte Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. In diesem Blogartikel erfährst du alles Wichtige über die Ursachen von EMS, einschließlich genetischer, ernährungsbedingter und sogar umweltbedingter Faktoren.

1. Genetische Veranlagung

Eine der Hauptursachen für EMS ist die genetische Veranlagung. Bestimmte Rassen sind anfälliger für die Entwicklung von EMS. Dazu gehören:

  • Ponyrassen: Ponys wie das Welsh-Pony, Shetland-Pony und andere kleine Rassen haben oft eine höhere Neigung zu Insulinresistenz und Fettleibigkeit.
  • Arabische Pferde: Auch Araber können anfälliger für EMS sein, insbesondere wenn sie übergewichtig sind.
  • Kaltblutrassen: Rassen wie Clydesdales oder Percherons sind ebenfalls häufig betroffen.

Wenn du ein Pferd einer dieser Rassen besitzt, ist es wichtig, besonders aufmerksam auf die Symptome von EMS zu achten und präventive Maßnahmen zu ergreifen.

2. Übergewicht und Fettleibigkeit

Ein übermäßiges Körpergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für die Entwicklung von EMS. Übergewicht führt zu Insulinresistenz, was die Symptome von EMS verschärfen kann. Hier sind einige Punkte, die du beachten solltest:

  • Fetteinlagerungen: Achte auf Fetteinlagerungen, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich. Diese Veränderungen sind häufige Anzeichen von EMS.
  • Kalorienüberschuss: Eine zu hohe Kalorienaufnahme, insbesondere aus zucker- und stärkereichem Futter, trägt zur Fettleibigkeit bei.

3. Ungesunde Ernährung

Die Fütterung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von EMS. Hier sind einige ernährungsbedingte Ursachen:

  • Zucker- und stärkereiche Futtermittel: Eine Ernährung, die reich an Zucker und Stärke ist, kann die Insulinempfindlichkeit deines Pferdes beeinträchtigen. Frisches Gras, insbesondere während der Wachstumsphase, kann hohe Zuckermengen enthalten.
  • Unzureichende Faserzufuhr: Eine unzureichende Faserzufuhr kann ebenfalls zur Entwicklung von EMS beitragen, da Pferde auf eine ballaststoffreiche Ernährung angewiesen sind, um einen gesunden Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.

4. Bewegungsmangel

Ein Mangel an Bewegung ist ein weiterer bedeutender Risikofaktor für EMS. Pferde, die nicht ausreichend bewegt werden, haben ein höheres Risiko für Übergewicht und Insulinresistenz. Hier sind einige Tipps, um dies zu vermeiden:

  • Regelmäßige Bewegung: Achte darauf, dass dein Pferd täglich mindestens 30 bis 60 Minuten Bewegung erhält. Dies kann durch Reiten, Longieren oder Freilaufen auf der Weide geschehen.
  • Aktive Beschäftigung: Biete deinem Pferd Möglichkeiten zur aktiven Beschäftigung, wie z. B. Bodenarbeit oder das Überwinden von Hindernissen.

5. Hormonelle Ungleichgewichte

Hormonelle Ungleichgewichte können ebenfalls zur Entwicklung von EMS beitragen. Eine häufige Erkrankung, die mit EMS assoziiert ist, ist das Cushing-Syndrom (PPID). Diese Erkrankung führt zu einer Überproduktion von Hormonen, die die Insulinempfindlichkeit beeinträchtigen können.

6. Stress und Lebensumfeld

Stress kann sich negativ auf die Gesundheit deines Pferdes auswirken und zur Entwicklung von EMS beitragen. Achte auf folgende Faktoren:

  • Ruhige Umgebung: Sorge für eine ruhige und sichere Umgebung für dein Pferd. Stress kann sowohl physische als auch psychische Auswirkungen haben.
  • Soziale Interaktion: Pferde sind soziale Tiere und benötigen den Kontakt zu anderen Pferden. Einsamkeit und Isolation können stressauslösend wirken.

Die Ursachen von EMS sind vielfältig und umfassen genetische Faktoren, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, hormonelle Ungleichgewichte und Stress. Indem du die Risikofaktoren verstehst und proaktive Maßnahmen ergreifst, kannst du das Risiko für dein Pferd erheblich reduzieren. Achte darauf, eine ausgewogene Ernährung anzubieten, regelmäßige Bewegung zu fördern und eng mit deinem Tierarzt zusammenzuarbeiten, um die Gesundheit deines Pferdes zu unterstützen. Mit der richtigen Betreuung und Aufmerksamkeit kannst du dazu beitragen, dass dein Pferd ein gesundes und aktives Leben führt.

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